Der Schock sitzt tief! Bekommen wir Oßweiler vorerst nun doch keine Halle?

Der Einladung des Bürgervereins zum Runden Tisch "Neue Halle in Oßweil" in der Alten Turnhalle folgten neben Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht und Bürgermeisterin Nießen eine Reihe von Verantwortlichen der Oßweiler Vereine und Institutionen sowie Gemeinderäte und Stadtteilausschussmitglieder.
Es wurde zwei Stunden lang diskutiert und um eine Lösung gerungen. Zu den 25 Teilnehmern des Runden Tisches waren auch die etwa 40 Interessierten dazu aufgerufen, sich durch schriftliche Fragen einzubringen.
Oberbürgermeister Dr. Knecht erläuterte ausführlich die Haushaltsberatungen und die Finanzsituation. Die zu erwartende Haushaltslage aufgrund von prognostizierten sinkenden Steuereinnahmen der Stadt führt dazu, dass in Ludwigsburg so gut wie alle Investitionen, die sich nicht mit Kitas, Kindergärten und Schulen beschäftigen, aller Voraussicht nach auf Eis gelegt werden. Im November und Dezember finden die Haushaltsberatungen im Gemeinderat statt, danach will man schlauer sein. Fakt ist, der Stadt geht plötzlich das Geld aus für Investitionen. Was soll man davon halten? Langfristige Planung und Controlling sieht gewiss anders aus. Und wir Oßweiler schauen eventuell wieder einmal in die Röhre.

 

Als zweitgrößter Vorort-Stadtteil mit einer großen Grundschule und steigenden Schülerzahlen sowie mit einem lebendigen Vereinsleben der Sport- und Kulturvereine steht uns nun endlich eine adäquate Hallenlösung zu. Die Statements der Oßweiler Vereine und des Stadtteilausschusses gingen allesamt in die gleiche Richtung. Und auch die anwesenden Oßweiler Gemeinderäte Jochen Eisele, Sebastian Haag und Florian Lutz betonten die Notwendigkeit einer zügigen Lösung für Oßweil.
Während Bürgermeistern Nießen mehrfach die Raumplanung in Frage stellte und in Aussicht stellte, dass mit einer kleineren Halle die Wahrscheinlichkeit für eine Umsetzung steigt, waren sich die Verantwortlichen der Vereine einig. Wenn man nicht weiß, ob es überhaupt ein Budget in den nächsten Jahren für eine Halle gibt, macht eine Diskussion über ein reduziertes Raumprogramm wenig Sinn. Zumal an dieser Stelle auch die Planungen der Hallen in der Oststadt und in Poppenweiler überprüft und einbezogen werden müssten.
Mehrfach aufgeworfen wurde auch die Frage, warum man nicht an den Baustandards feilt. Eine funktionale Halle muss kein Baudenkmal sein, oder wie es Architekten formulieren: Die Form folgt der Funktion.
Beim Thema aktuelle Sicherheit und Baufälligkeit stellte Frau Nießen fest, dass man regelmäßig die Hallen überwache und keine Gefahr vom kaputten Dach der Mehrzweckhalle ausgehe. Nichtsdestotrotz, bröckelt noch mal ein Teil der Decke, wie vor ein paar Jahren, dann dürfte die MZH bis zu einem möglichen Neubau dauerhaft gesperrt werden. Hallengebundener Schul- und Vereinssport wären dann in Oßweil nicht mehr möglich.
Wie kurzfristig bekannt wurde, haben die Freien Wähler den Antrag gestellt, darüber zu beraten, die geforderten Hallen in Oßweil, der Oststadt und in Poppenweiler für zusammen 22 Mio. EUR über ein Generalunternehmer projektieren zu lassen, um so Kosten zu sparen und Skaleneffekte zu generieren. Ob die Stadt dann die 22 Mio. EUR investieren kann, bleibt dabei weiterhin offen. Ein Hoffnungsschimmer ist es allemal. Zudem wird man bei der Stadtverwaltung schleunigst auch über Baustandards diskutieren, wie Oberbürgermeister Dr. Knecht zu verstehen gab.
Ein zweiter Runder Tisch in nächster Zeit soll helfen, doch noch irgendwie eine zukunftsorientierte Hallenlösung hinzubekommen.
Wir Oßweiler bleiben dran und kämpfen weiter, notfalls bis die beiden maroden Hallen zusammenbrechen ... und sollte dies der Fall sein, dann erst recht.
(Marcus Kohler, Philipp Rösner, Heide Schulz und Helga Meyer)

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